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13.1.2014

 

Antrag

Entrohrung Werniggraben

 

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Entsprechend § 24 Abs. 2 des Hessischen WasserGesetzes und zur Umsetzung der Europäischen WasserRahmenRichtlinie wird der Gemeindevorstand beauftragt, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entrohrung bzw. Renaturierung des Werniggrabens zwischen Landesstraße und Auf das Loh zu schaffen.

 

Begründung:

In HWG 3 24 Abs 2 heißt es: Natürliche Gewässer, die sich nicht in einem natürlichen oder naturnahen Zustand befinden, sind, sofern nicht überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit entgegenstehen, in einem angemessenen Zeitraum wieder in einen naturnahen Zustand zurückzuführen (Renaturierung). Die Wasserbehörde kann für Gewässer, die nicht den Anforderungen von Satz 1 entsprechen, die erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen festlegen und die hierfür einzuhaltenden Fristen bestimmen, wenn sich das Land … an den Kosten angemessen beteiligt.“

Der Werniggraben ist zwischen der Landesstraße und Auf das Loh ca. 500 m verrohrt. Die Verrohrung erfolgte mit Genehmigung vom 20.9.1972 um u.a. den Gestank der Froschhäuser Abwässer, die zum Main damals abgeleitet wurden, zu minimieren. Inzwischen ist Froschhausen an die Kläranlage Eichwald in Seligenstadt angeschlossen und der Werniggraben, der durch das Naturschutzgebiet Langhorst fließt, hat eine gute Wasserqualität. Er ist als eigenständiger Wasserkörper mit seiner Verbindung zum Hellenbach erfasst (MS_CD_RW:DEHE_2477982.1).

Die Renaturierung könnte als eigene Maßnahme mit entsprechender Förderung des Landes als auch in Verbindung mit der Umsetzung des aufgestellten Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Hainstadt“ als Ausgleichsmaßnahme erfolgen.

 

 

 

Cliff Hollmann

Fraktionssprecher