Bebauungsplan Auf das Loh

Rewe in Hainstadt und Seniorenzentrum

Wie im OP-Artikel vom 15. Februar erwähnt, haben wir als GRÜNE Bedenken, der Bebaungsplanänderung „Auf das Loh“ in „Urbanes Gebiet“ zuzustimmen.  Für das vom Investor geplante Seniorenzentrum, das wir ausdrücklich unterstützen, wäre die Änderung in „Sondergebiet für Seniorenwohnen und -pflege“ der richtige Weg.  Ein „Urbanes Gebiet“ ist für diesen Zweck nicht nötig und hat für die Gemeinde möglicherweise weitreichende Folgen: „Urbanes Gebiet“ kann sowohl wohnwirtschaftlich als auch gewerblich bebaut werden. Vorgaben hierzu gibt es kaum, weder was die prozentuale Aufteilung, noch was die Art des Gewerbes betrifft. Im „Urbanen Gebiet“ sind hohe Lärmpegel erlaubt  Hierzu ergeben sich für den Investor noch die Vorteile einer wesentlichen Wertsteigerung des Grundstücks sowie die Erlaubnis einer erhöhten Bebauungsdichte von zusätzlich 60%. Mit Inkrafttreten dieses Bebauungsplans geben wir als Gemeinde grundlos das Mitspracherecht auf, obwohl das jetzige Bauvorhaben Seniorenzentrum noch nicht einmal unter Dach und Fach ist. Weder Verträge noch Baupläne zum Seniorenzentrum sind unterschrieben bzw. eingereicht. Die von der CDU angekündigte Möglichkeit, mit einer „Veränderungssperre“ nicht gewollte Bebauung und Nutzung zu verhindern, sehen wir als nicht gegeben und auch als nicht sinnvoll an, da es hier zu großen Schadensersatzforderungen kommen kann. Folglich erkennen wir für die Gemeinde und damit für die Bürgerinnen und Bürger keinen Vorteil darin, das für das Seniorenzentrum geplante Grundstück in „Urbanes Gebiet“ umzuwidmen. 

Als unlogisch und widersprüchlich haben Hainburgs Grüne die Vorlage des Gemeindevorstandes für den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan "Auf das Loh" in Hainstadt bezeichnet. In dem Plan für Einkaufsmarkt und Altenpflegezentrum wurden die Baugrenzen an drei Seiten um drei Meter von der Grundstücksgrenze abgerückt, nicht aber, wie in vorherigen Plänen, an der Offenbacher Landstraße. In der Vorlage heißt es, dass "die Baugrenze 3 m von der Straßenbegrenzungslinie Auf das Loh abgerückt (werde), um perspektivisch auch einen möglichen Umbau des Knotenpunktes zu einem Kreisverkehrsplatz nicht auszuschließen". Das ist aber an der Offenbacher Landstraße mit 1,50 Meter Baugrenzabstand derzeit nicht vorgesehen, was die Möglichkeit für einen zukünftigen Kreisverkehrsplatz aber vereitelt. Auch hier sei, so die Grünen-Forderung ein Baugrenzabstand von mindestens 3 Metern, wie bei den anderen Gebäuden erforderlich. "An den 1,50 m sollte der Bebauungsplan nicht scheitern", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Tilsner unter Beifall der CDU-Fraktion in der Ausschusssitzung am Montag in der Kreuzburghalle. "Wir hoffen auch hier auf ein Einlenken," so Grünen-Fraktionssprecher Cliff Hollmann, "damit die Vorlage logisch und stimmig die Unterstützung aller Gemeindevertreter finden kann."  

Entwurf des Bebauungsplans

S_BP_Auf_das_Loh_05-01-2021_1_.pdf