Schleusensteg aufwerten, Wasserkraft nutzen

Klausur 2019 in Lohr mit Exkursion zum Wasserkraftwerk mit moderner Fischpassage

An der Staustufe Rothenfels wurde das Wasserkraftwerk und die Fischpassagen des Betreibers Uniper in Augenschein genommen. Auch in Hainburg könnten mit der Produktion von 9,5 Mio. kWh Strom pro Jahr etwa 2.700 Haushalte klimafreundlich versorgt werden. Die Grünen fordern, dass der Zugang zum Schleusensteg in Hainburg und Großkrotzenburg barrierefrei gestaltet wird und damit die Nutzung des überregionalen Radweges für Alle erleichtert wird.    

Dann wurden der Energiebericht 2017/2018 des Gemeindevorstands analysiert. Es ist festzustellen, dass bei der Straßenbeleuchtung durch die Umrüstung auf LED eine erhebliche Stromkosteneinsparung möglich wäre, wenn diese konsequent verfolgt würde. Seit Vorlage des Teilklimaschutzkonzeptes 2011, in dem die Umstellung auf LED vorgeschlagen wurde, sind gerade einmal ca. 30% der Lampen umgerüstet worden. Leider führen diese Einsparungen durch die erheblichen Mehrverbräuche an den Kläranlagen nicht zu einer Kostenreduzierung.  

Beim Gasverbrauch gab es trotz des milden Winters eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch die beiden Feuerwehrhäuser um fast 80.000kWh. Auch die Wasserkosten 2018 sind im Vergleich zu 2016 um über 15.000€ gestiegen. Die Grünen fordern seit Jahren mehr Engagement bei einer sparsameren Bewässerung der Sportstätten und bei der Reduktion der erheblichen Wasserverluste im Netz.  

Die Energie- und Wasserverbräuche der Kitas, die auch über entsprechende Zuschüsse aus dem Gemeindehaushalt zu tragen sind, wurden nicht dargestellt und sollten aus Sicht der Grünen künftig auch in den Energiebericht aufgenommen werden. Nach wie vor sind die bereits im letzten Energiebericht 2016 angekündigten Ladesäulen nicht in Betrieb. Die Hainburger Grünen werden darauf hinwirken, dass der Energiebericht in der nächsten Ausschusssitzung zur Diskussion gestellt wird und haben dazu einen Fragenkatalog zusammen gestellt.  

Auch das Wärmeversorgungskonzept für das Rathaus wurde kritisiert. Gefordert war ein Vergleich der Kosten einer dezentralen Versorgung des Rathauses, der Kreuzburghalle und des Feuerwehrhauses mit einer Nahwärmelösung. Dieser Vergleich wurde nicht geliefert. Stattdessen wurden Varianten mit einer Versorgung z.B. des Klein-Krotzenburger Gewerbegebiets dargestellt und nur behauptet, dass eine dezentrale Lösung die wirtschaftlichste sei. Aus Sicht der Grünen ist eine Nahwärmelösung mit einem Hackschnitzel-BHKW unter Verzicht auf einen Gas-Spitzenlastkessel im Rathaus die beste Lösung, insbesondere dann, wenn man die CO2-Emmissionen in die Betrachtung mit einbezieht.    

Darüber hinaus werden sich die Grünen weiterhin für den Sozialen Wohnungsbau, der Förderung des Radverkehrs, innerörtliche Baumpflanzungen, der solaren Stromerzeugung, einer Aufwertung des Mainuferradweges mit Aufenthaltsmöglichkeiten, einer Neugestaltung des Hainstädter Festplatzes und eine Verbesserung der Querung der Offenbacher Landstraße in Höhe des Bahnübergangs einsetzen. Wir freuen uns über die erste vorbildliche Hainburger Hundefreilauffläche am Triebweg nahe dem Simeonstift," sagt Cliff Hollmann, Sprecher der Hainburger Grünen-Fraktion. "Bereits 2013 hatten wir einen ersten Anlauf unternommen. Nun haben auf Vorschlag der Verwaltungsspitze die Mitarbeiter des Bauhofs auf einem Teil des ehemaligen Handballplatzes am Waldrand einen Zaun mit Eingangsschleuse und Sitzgelegenheiten aufgestellt. Damit können die Hundebesitzer auch während der Brut- und Setzzeit ihre Hunde frei laufen lassen. Viele neue Hundebekanntschaften wurden dort bereits geschlossen."

 

Fischpassage

Moderne Fischpassage an der Schleuse Rothenfels

 

Klausur in Lohr